Forum 1: Tun wir uns zusammen! Initiative, Verein oder Bürgerstiftung? Welche Form passt zu uns?

Wer: Marco Helwig, Benefizz for Kidz | Cindy Hetzer, Wildtierhilfe MV e.V. | Marianne Holze, Bürgerstiftung Neubrandenburg | Claus Oellerking, ehem. Flüchtlingshilfe Schwerin e.V | Gerhard Raabe, Bürgerstiftung Wismar | Franz-Martin Schäfer, Ehrenamtsstiftung MV | Katrin Staak, Wittenfördener Herzkissen e.V. | Moderation: Axel Halling, Bündnis Bürgerstiftungen Deutschlands

Was: Panel mit Diskussion
Wann: 13.09.2019 | 14:00 - 16:00 Uhr
Wo:
Hochschule Wismar, Haus 1, Raum 303


Die Organisationsformen, in denen sich bürgerschaftliches Engagement verwirklichen kann, sind vielfältig – ebenso wie die rechtlichen Aspekte, die den Ausschlag für die Wahl der einen oder anderen Organisationsform geben können. Was bedeutet es aus rechtlicher und faktischer Sicht, ob Ehrenamtliche sich in einer Initiative, einem Verein oder einer Bürgerstiftung engagieren? In diesem Forum ist der Fokus vor allem auf die Praxis gerichtet. Dazu werden Engagierte aus Vereinen und Stiftungen in Mecklenburg-Vorpommern mit ihren jeweiligen Perspektiven auf dem Podium sitzen und über ihre Erfahrungen berichten. 

 

Unter anderem wird es um folgende Fragestellungen gehen:

  • Wie findet man die passende Rechtsform für ehrenamtlichen Engagement?
  • Wie gewinnt man weitere ehrenamtlich Engagierte, um die Organisation strukturell zu verstetigen und auszubauen? 
  • Was kann man von anderen Formen des Engagements lernen?

Axel Halling

arbeitet für die deutschen Bürgerstiftungen im Bundesverband Deutscher Stiftungen und koordiniert u.a. seit 2016 das Mentoringprojekt „Bürgerstiftungen stiften Patenschaften für Geflüchtete“, das 2018 unter dem Namen „Chancenpatenschaften“ ausgeweitet wurde. Seit 2017 ist er Vorstandsmitglied der Stiftung „Roots & Wings“, die Bürgerstiftungen in Ungarn unterstützt. Er moderiert das Forum 1. 

Marco Helwig

koordiniert und leitet die Initiative Benefizz for Kidz, in der sich freie Musiker jedes Jahr zusammentun, um ein Benefizkonzert zugunsten gemeinnütziger Vereine auf die Beine zu stellen. Um sich noch besser organisieren zu können, wollen sie jetzt selbst einen Verein gründen.

Cindy Hetzer

ist Mitglied des Wildtierhilfe MV e.V.. Der Verein hat sich 2012 mit dem Ziel gegründet, Wildtieren, die durch Menschenhand in Lebensgefahr geraten sind zu helfen und insbesondere Jungtierverluste während der Wiesenmahd zu vermeiden. Sie erzählt wie die Vereinsstruktur dabei geholfen hat, die Aktivitäten Schritt für Schritt auszubauen.

Gerhard Raabe

Die Gründung der Bürgerstiftung der Hansestadt geht auf Gerhard Raabes Idee zurück und konnte 1998 als erste Bürgerstiftung in Ostdeutschland in die Wirklichkeit umgesetzt werden. 2014 wurde  unter dem Dach der Bürgerstiftung auch eine Sportstiftung ins Leben gerufen, mit der die Arbeit im Kinder- und Jugendbereich unterstützt wird. 


Marianne Holze

ist Gründungsmitglied und stellvertretende Vorsitzende des Kuratoriums der Bürgerstiftung Neubrandenburg. Gegründet würde sie 2017 von 87 Neubrandenburger Bürgern als Mitmachstiftung. Man muß nicht reich sein, um sich zu beteiligen. Wie das funktioniert, kann Marianne Holze berichten.

Claus Oellerking

ist ehemaliger Vorsitzender der Flüchtlingshilfe Schwerin e.V. - ein Verein, der aus einem akuten Bedarf heraus entstand, sehr erfolgreich aktiv war und inzwischen seine Arbeit wieder eingestellt hat. Claus Ollerking skizziert den Prozess von der Initiative zum Verein bis hin zu seiner Auflösung.

Franz-Martin Schäfer

ist Jurist und berät als Justitiar der Ehrenamtsstiftung MV ehrenamtlich Engagierte in rechtlichen Fragen von der Gründung eines Vereins, über alltägliche Fragen zum Stiftungs- und Vereinsrecht bis zum gemeinnützigen Zweck. Er ist für das Bündnis der Bürgerstiftungen Deutschlands als Regionalkurator in Mecklenburg-Vorpommern tätig und ist der Ansprechpartner für die Bürgerstiftungen in MV. Er wird seine Expertise aus der Praxis in die Runde einbringen. 

Katrin Staak

nähte mit Gleichgesinnten seit 2011 tausende Herzkissen für Patienten mehrerer Kliniken des Landes. Irgendwann merkten sie: es braucht mehr Struktur und Unterstützung für all die Aktivitäten. Stiftung oder Verein? Katrin Staak erzählt wie die Entscheidung fiel und wofür.